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Was ist die MPU?

Was ist die MPU?

Der ausgeschriebene Begriff lautet: Medizinisch-psychologische Untersuchung. Im Volksmund auch als „Idiotentest“ bezeichnet.mpu test

( Die Bezeichnung: Idiotentest stammt aus den 60er bzw 70er Jahren, den ein Fahrschüler machen musste, wenn er dreimal bei der theoretischen Führerscheinprüfung durchgefallen war. Die MPU hat aber heute damit nichts mehr zu tun.) 

Eine MPU wird immer dann von der Führerscheinstelle angeordnet, wenn Sie Zweifel an ihrer Kraftfahreignung hat.

Gründe zur Anordnung einer MPU

Mehrere Alkohol Verstöße, oder mindestens einen Alkoholverstoß im Straßenverkehr über 1,59 Promille Blutalkoholkonzentration oder mehr. 

Fahren unter Betäubungsmittel Einfluss, auch psychoaktiv wirkende Medikamente.

 

Zu viele Punkte: Punkte werden immer bei gravierenden Verkehrsauffälligkeiten verhängt.

Also z.b. zu schnelles Fahren, Rotlichtverstöße, Unterschreiten des Mindestabstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug, nicht eingetragene bauliche Veränderungen am Fahrzeug usw. 

 

Eine MPU kann aber auch dann angeordnet werden, wenn jemand noch nie einen Führerschein gehabt hat, sich aber dennoch im Straßenverkehr auffällig verhalten hat.

Dies könnte dann der Fall sein, wenn:

Fahren ohne Fahrerlaubniss stattgefunden hat.

Auffällig mit BTM gehandelt wurde, oder aktenkundig im großen Stil konsumiert wurde.

Anzeigen und Vorstrafen in Verbindung mit Alkohol und dem Straßenverkehr. 

Im Grunde genommen alles, was Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr in Frage stellen könnte.

 

 

 

Wie läuft die MPU ab?

Die MPU besteht aus drei Teilen, die am Untersuchungstag stattfinden:

 

Eine medizinische Untersuchung durch einen Arzt. 

Das ist so ähnlich wie bei einer Untersuchung bei dem Hausarzt. Sie werden nach ihrer Krankheitsgeschichte befragt, es werden Reflexe getestet, Gleichgewichtssinn überprüft, Blutdruck gemessen und so weiter. Es kann auch sein, dass ihnen Blut abgenommen wird.

 

Der zweite Teil besteht aus einem Reaktionstest am Computer.

Dieser ist aber fast immer ohne große Schwierigkeiten zu meistern.

 

Der dritte und wichtigste Teil besteht aus dem psychologischen Untersuchungsgespräch.

Und davor sollten Sie unbedingt eine MPU-Vorbereitung durchlaufen haben.

In diesem Gespräch wird ein Gutachter für Fahreignung, der sogenannte MPU Prüfer, Ihnen einige Fragen stellen.

Hierbei kommt es darauf an, dass sie widerspruchsfrei und glaubhaft darlegen können,wie sich die Sache so bei ihnen entwickelt hat, die sie schlussendlich den Führerschein gekostet hat, was sie geändert oder verändert haben, und warum in Zukunft keine Gefahr für die Öffentlichkeit im Straßenverkehr mehr von ihnen ausgeht.

Er schreibt das Wesentliche auf Laptop mit.

Sie müssen hier also keinen Fragenkatalog auswendig lernen und beantworten, sondern es kommt auf Ihre persönliche Situation an.

Am Ende des Untersuchungs Gespräches wird ihnen meist schon mündlich mitgeteilt ob es okay war, oder nicht.

 

Obwohl es nur eine Untersuchung ist, ist dies für Sie eine Prüfungssituation. 

Sie sollten also besser vorbereitet in das psychologische Untersuchungs Gespräch gehen, um sich selbst nicht zu widersprechen, und um eine persönliche, folgerichtige Geschichte zu erzählen.

Sind alle drei Phasen durchlaufen, dürfen Sie gehen.

Das Gutachten erhalten Sie in doppelter Ausführung meistens 10 bis 12 Tage nach der Untersuchung per Post.